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AllgemeinCornrows: Was musst du zu der Frisur wissen?

Cornrows kennt jeder. Viele Stars und Sportler tragen die Frisur – manche aus Pragmatismus, andere aus Style. Besonders für Afros und Lockenköpfe bietet sie eine Reihe von Vorteilen. Doch was solltest du zu dieser Frisur, ihrer Bedeutung und Geschichte, dem richtigen Styling und der perfekten Pflege wissen? Wir klären dich auf.

Back to the roots: Name und Bedeutung

Cornrows sind eng am Kopf entlang, von vorne nach hinten geflochtene Zöpfe. Die Reihen können gerade, in Mustern oder nur am Haaransatz verlaufen und geben der Frisur so unendlich viele Variationen. Das Wort Cornrows bedeutet im Deutschen Maisreihen (oft spricht man auch einfach von rows). Viele Flechtfrisuren stammen ursprünglich vom afrikanischen Kontinent und werden der schwarzafrikanischen und afroamerikanischen Kultur zugeordnet. Frühe Nachweise zeigen, dass sie bereits im alten Ägypten,  etwa 3500 v. Chr. bekannt waren.
Bis heute besitzen Flechtfrisuren in manchen afrikanischen Ländern eine gesellschaftliche Relevanz. Sie drücken beispielsweise die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder einem Stand aus oder haben spirituelle oder religiöse Bedeutung.

Aber nun zurück zu den Cornrows: Der Name weist bereits auf die Herkunft der Frisur hin.
Während den Jahrhunderten des Kolonialismus wurden Millionen von Afrikanern versklavt und viele nach Amerika zu der Arbeit auf Plantagen gezwungen. In manchen Regionen entwickelten sich die Cornrows zu einem Kommunikationsmittel, das den Sklaven ermöglichte, unentdeckt Informationen untereinander zu verbreiten. So wurden in den Frisuren beispielsweise Fluchtrouten abgebildet – die Zöpfe entsprechen den Reihen in Mais- oder Zuckerrohrfeldern – die vielen Sklaven die Flucht in die Freiheit ermöglichten. Dementsprechend symbolisiert die Frisur für viele Nachfahren der Sklaven Widerstand gegen die Unterdrückung der Weißen. Wer mehr darüber erfahren will, findet hier ein interessantes Video.

Cornrows: Worauf musst du dich einstellen?

Wenn du dir zum ersten Mal Cornrows flechten lässt, solltest du auf ein paar Dinge vorbereitet sein.  Hier ein einige Punkte:

  • Wichtige Voraussetzung: Damit sich die Frisur gut umsetzen lässt, sollten deine Haare mindestens 10 Zentimeter lang sein.
  • Du solltest außerdem etwas Geduld besitzen, denn es ist keine Frisur, die sich in einer halben Stunde fertigen lässt. Natürlich hängt die Dauer von verschiedenen Faktoren ab, wie der Beschaffenheit deiner Haare, der Dicke der Zöpfe und einigem mehr. Wenige dicke Zöpfe lassen sich natürlich schneller flechten, als sehr viele dünne Zöpfe. In jedem Fall solltest du dich auf mehrere Stunden einstellen.
  • Dafür kannst du die Frisur – bei professioneller Ausführung und guter Pflege – entsprechend lange tragen, in der Regel hält sie mehrere Wochen. Deshalb solltest du planen, damit du deine Frisur, solange sie hält, tragen kannst und nicht nach einer Woche wieder öffnen musst, weil du für ein bestimmtes Event einen anderen Style geplant hattest.
  • Beim Flechten und in den folgenden ein bis zwei Tagen kann natürlich deine Kopfhaut etwas ziepen und ein wenig empfindlich sein.

Welche Vorteile haben Cornrows?

Besonders Afrohaare haben oft eine empfindliche Haarstruktur und sind anfälliger für Haarbruch, Spliss oder Trockenheit. Cornrows zählen zu den protective styles. Darunter versteht man Frisuren, bei denen die Haare bis zur Spitze eingeflochten werden und so eine Zeit lang von den Strapazen des Frisierens schützen. Menschen mit afrikanischen Haarstrukturen sollten zwischendurch immer wieder einen protective style tragen, um den Haaren Erholung zu bieten.

Ein weiterer Vorteil der cornrows liegt in ihrer optischen Vielfalt: Durch die vielen möglichen Variationen können sie gut dem individuellen Style angepasst werden. Sie können kurz sein und im Nacken oder in langen Zöpfen enden. Cornrows können mit Kunsthaar geflochten werden und so Länge und Volumen verändern.

Wurde die Frisur einmal angefertigt, hast du für eine lange Zeit weniger Styling-Arbeit, besonders dann, wenn sie von einem Profi gemacht wurden.

Wer darf Cornrows tragen: Frauen, Männer, Schwarze … Weiße?

In gewisser Weise ist der Style unisex und sieht bei Frauen sowie bei Männern fantastisch aus. Natürlich wird er meistens von Afrikaner, Afroamerikanern oder Menschen mit afrikanischer Herkunft getragen. Über die Frage, ob auch Weiße Cornrows tragen dürfen, ist schon die ein oder andere Debatte entbrannt, zum Beispiel als sich Justin Biber mit Dreadlocks oder Kim Kardashian mit Cornrows zeigte. Dann steht oft der Vorwurf der „kulturellen Aneignung“ im Raum – ein kulturelles Gut einer Gruppe wird beispielsweise als reine Mode adaptiert, jedoch ohne die dahinterstehende Kultur anzuerkennen.

Wir finden, grundsätzlich darf jeder jede Frisur tragen und doch sollte man sich besonders als nicht-PoC darüber im Klaren sein, dass die Frisur für manche Menschen eine kulturelle Bedeutung haben kann und viel mehr als nur eine modische Frisur ist.
Heftige Reaktionen rief Kardashian wohl nicht deshalb hervor, weil sie die Frisur trug, sondern sie als Bo-Derek-braids bezeichnete und damit auf die erste weiße Frau verwies, die eine afrikanische Frisur 1979 in Filmaufnahmen getragen hatte. Dass aber die Frisur viel älter ist und die üblichen Bezeichnungen von cornrows, die auf Zeiten der Sklaverei verweist, oder „fulani braids“, die an die westafrikanische Volksgruppe der Fulani erinnern, wurden unterschlagen. Die Anerkennung der Frisur als Teil der afrikanischen bzw. afroamerikanischen Kultur ist daher unabdingbar.

Pflege von Cornrows: die 5 besten Tipps

  1. Egal, ob deine Hautfarbe dunkel oder hell ist, solltest du immer bedenken, dass deine Kopfhaut in der Regel nicht an die Sonne gewöhnt ist. Gerade im Sommer ist es also sinnvoll, in den ersten Tagen Sonnencreme aufzutragen.
  2. Ab und an waschen: Dafür solltest du dir ausreichend Zeit nehmen, da deine Haare deutlich mehr Zeit zum Trocknen brauchen. Am leichtesten geht es, wenn du das Shampoo bereits in den Händen aufschäumst, und dir dann über das Haar streichst. Einmassieren solltest du es nicht, da dann viele einzelne Haare aus den Zöpfen gezogen werden. Anschließend sorgfältig auswaschen und mit einem Handtuch trocken tupfen.
  3. Die gelegentliche Anwendung eines Feuchtigkeitssprays kann ebenfalls die Pflege unterstützen.
  4. Im Anschluss an eine Feuchtigkeitspflege (Leave-in-Conditioner) solltest du das Haar mit einem Öl versiegeln.
  5. Falls sich zu viele Haare aus den Zöpfen lösen, kannst ein Mousse auftragen, ein Satintuch um deine Haare binden und sie dann leicht anföhnen. Anschließend sieht der Look gleich wieder frischer aus!

Deine Afrosisters empfehlen dir für die Pflege von Cornrows die folgenden Produkte:

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